Die Burg Vildštejn/Wildstein steht auf einem kleinen Granitvorsprung, umflossen vom Fluss Sázek, am Südwestrand der Stadt Skalná. Wildstein bedeutet "Burg in der Wildnis" und dank ihrer Gründung um das Jahr 1200 gehört sie zu den ältesten Herrschaftssitzen im Egerland.

Die ersten Besitzer der Burg war die Adelsfamilie Nothaft, die, wie andere Angehörige der Ministerialgeschlechter, von der Burg in Eger weggingen und sich auf der Burg Wildstein niederließen. Die Umgebung der Burg kolonisierten sie langsam und vergrößerten ihr eigenes Besitztum. Ende des 13. Jhdt. versetzte die Adelsfamilie Nothaft Wildstein an Johann Rab aus Mechelsgrün. Im Jahr 1394 erwarb Wildstein von den Mechelsgrünern die bürgerliche Familie Frankengrüner aus Eger, im Jahr 1439 ersetzte sie die Familie Gumerauer, welche hier bis zum Jahr 1521 ihren Sitz hatte, bis den gesamten Besitz die Familie Šlik kaufte. Im Jahr 1596 kaufte den Landbesitz Jan Ondřej Trautenberg. Um das Jahr 1763 wurde von den älteren Gebäuden der Vorburg ein neues Schloss erbaut. Im Jahr 1799 kaufte das Obere Wildstein mit der Burg Georg Johann Wilhelm, welcher auch kurz darauf das Untere Wildstein bekam. Die alte Burg wurde nur zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt. Es waren hier eine Mälzerei, mehrere Lager und später auch der Sitz vom Kreisgericht. Im Jahr 1884 hat Alfred und Karel Wilhelm von Helmfeld das Wildsteingut an Engelhard aus Wolkenstein-Trostburg verkauft. Von den Nachkommen dieser kaufte am Ende des ersten Weltkriegs Wildstein der Fabrikant Geipel aus Fleißen. Seine Nachkommen hatten die Burg bis zum zweiten Weltkrieg in Besitz.

Seit den 50er Jahren verfiel die Burg in den Händen vom Staat. In den 80er Jahren fesselten die Ruinen Herrn Zdeněk Buchtele. Er fing an mit Hilfe von ein paar begeisterten Freiwilligen und mit der Unterstützung vom Staat die ersten Arbeiten zur Rettung der devastierten Burg zu tätigen.


Die letztliche Rettung des bedeutsamen tschechischen Denkmals ist dem Herrn Miroslav Pumr zuzurechnen, welcher die Burg im Jahr 1999 kaufte. Nach zwei Jahren voller Investitionen und weitreichenden Renovierungen machte er die Burg, zum ersten Mal in der Geschichte, der Öffentlichkeit zugänglich. Als erstes bot er den mittelalterlichen Speisesaal mit seiner einzigartigen Atmosphäre an, später auch eine Unterkunft, in Zimmern direkt auf dem Vorhof der Burg und nach ein paar Jahren folgte die Vorstellung des Besichtigungsrundgangs. Für sein Vorgehen wurde er von Maria Teresia Nothaft in den Rittersstand erhoben.

Zuzana, zusammen mit ihrem Lebensgefährten Jaroslav Bílek, setzt die Arbeiten an der weiteren Verbesserung der Burg fort.