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Ausführliche Geschichte

Die Burg Vildštejn (Skalná) wurde auf einem Granitberg, an der ein Vonsov-Bach (Wonschow) vorbei fließt, erbaut. Von der Stadt Skalna trennte die beide nur ein heute schon zugemachte Graben.

Der erste schriftliche Bericht über Vildštejn (Wildstein) ist aus dem Jahre 1224, wo der waldsächsischer Pater Erhard über den Abkauf eines Zehntels von Gewinnsteur von Gerold aus Vildštejn (Wildstein) schreibt. Gerold war vermutlich auch der Gründer dieser Burg, die schon gegen 1200 Jahrhundert entstand. Im Jahre 1225 spricht man über Albert Nothaft aus Vildštejn(Wildstein), der wahrscheinlich ein Verwandter der Familie war. Und im 1295 Jahrhundert ist auch der Herr Engelhard Nothaft aus Vildštejn mit seinem Sohn Albert Nothaft aus Sokolov (Falkenau) erwähnt worden.

Im Jahre 1298 hat Albert Nothaft den Sitz an seinen Schwager Jan Ravo (genannt Rabo) aus Mechelsgrün verkauft, mit dem Recht sich es in einem Jahr wieder erkaufen zu können. Dieses Schreiben, ausgegeben von seiner Ehefrau Adela mit einem Sitz im Werdenberk, ist das erste Deutsch geschriebene in Cheb(Eger), bis dahin war Latein die Schriftsprache.

Von der Familie Nothaft hat deren Verwandte Rüdiger aus Sparneck Vildštejn bekommen, der seinen Besitz wie alle andere auch, im Jahre 1349 von Karl IV. Entgegen nahm, als ein Edellehn der Tschechischen Krone. In den Jahren 1358-1360 hatte Vildštejn damals noch zusammen mit Starý Rybník (Alter Teich) wieder den Rab´s aus Mechelsgrün und im Jahre 1362 Rudolf aus Ramberk gehört. Nach dem Jahre 1376 pflegte Vildštejn Friedrich, ein Graf aus Donín. Vildštejn alleine war ab Ende des 14.Jh. ein reiner Erbhof.

Die aus Eger stammende Familie Frankengrüner herrschten hier in den Jahren von 1412 bis 1439. Im Jahre 1439 kaufte Vildštejn Albert Šlik. Der hat sie aber gleich weiter an die egerländer Gummerauer verkauft. Gummerauer bewohnten und hielten die Burg bis 1521Jh., wann der Sitz mit einer Heirat wieder an Familie Šlik´s zurück ging. In der Herrschaftszeit Fam. Gummerauer (1452) wurde Vildštejn von einer tschechischen Landwehrgarde des Vogtes Jiri aus Podebrad niedergebrannt.

Zur ehemaligen romanischen Burg aus Ende des 12.Jh. oder Anfangs 13.Jh. gehörte nur die Nordseite der heutigen dreistockwerkigen Burg, das heißt nicht mal die Hälfte des Grundes. Der Rest des Gebäudes wurde erst im 15.Jh. dazugebaut, wann es auch in die Hände des Egerspatriziat übergegangen ist.

Der alte romanische Palast befand sich, wo das spätgotische Gebäude steht, gestützt von einem mächtigen Pfeiler und einigen Säulen. Von diesem Gebäude erstreckte sich eine Mauer, bis zur romanischen Burgkapelle, auf ihrer rechten Seite, wo heute noch der Durchgang zum alten Palast ist. Wobei die Kapelle viel höher stand als der alte Palast. Am heutigen Eingang stehen noch die in Halbzylinderform erhaltene Mauerreste über den Felsen, wo die Burg darauf steht. Ursprünglich hatte die Kapelle wahrscheinlich eine flache Decke, erst später bekam sie das Kreuzgewölbe. Ein großes und ein kleines romanische Fenster der Kapellentribüne blieb noch erhalten, die jedoch heute zugemauert sind. Die Fenster befinden sich über dem auch zugemauerten Eingang in die Krypta und zu Keller. Unter der Burg sind große Räumlichkeiten - Keller mit Gewölbe und so wohl romanischen als auch gotischem Mauerwerk zu finden. Die Altarreste und romanisches Portal sind in der Krypta erhalten geblieben. Die romanische Burg wurde vermutlich aus handgeformten Quadern gebaut und hatte gerade die Höhe eines Erdgeschosses, oder höchstens noch Erstgeschoss gehabt, heute aber nicht mehr erhalten. In den gegenüber liegenden Felsen gibt es bis heute noch riesige Lager und Kellerräume, die aber wahrscheinlich schon im Mittelalter entstanden sind.

Im Jahre 1531 verkaufte Albrecht Šlik sein Gutsbesitz Vildštejn und die Burg dem Herren Volf aus Viršperk, dessen Stamm das Gut bis Jh.1596 übernommen hat. Viršperk´s waren gallsüchtig, jähzornig und grausam deren Herrschschaft war von großen Streitereien durchzogen. Auch vor mit Blut vergossener Ärger mit der Stadt Cheb (Eger), anderen Nachbarn, sogar auch untereinander in der Familie zähmten sie sich nicht. Diese Streitigkeiten hatten im Jh. 1539 eine Aufmachung gegen Vildštejn zwischen Tschechen aus Egerland und Viršperk´s verursacht. In einer blutigen Schlägerei zwischen Meistern mit seinen Leuten und den aus Eger Vollstreckungs-beamter unterhalb der Burg zu der es kam, mussten sie mit Schüssen auseinander gebracht werden. In einem erneuten Zug gegen Vildštejn, wo die Burg erobert wurde, sind Viršperk´s geflohen, und dessen Genosse Matìj aus Einsiedel wurde gefasst und eingesperrt. Nichts desto trotz war der Herr Volf aus Viršperk im Jh. 1546-1547 ein Eger – königlicher Burggraf und ein markgrafischer Verwalter des Hohenber´s (heute in Bayern) geworden. Gestorben ist er im Jh. 1561. Sein Sohn Volf Adam wurde schon im Jahre 1568 wegen eines Mordes an einem wildsteiner Richter angeklagt. Ein Jahr darauf ermordete Kašpar Viršperk seinen Cousin Abrahám aus Stary Rybník (Alter Teich). Bald nach einem Brand in Vildštejn(Wildstein) ermordete auch Bartl Viršperk seinen Verwandten Volf Kryštof und den Herren Lamingen. Eine Reihe solchen und noch folgenden blutigen Verbrechen verursachten zwei nächste Züge der Wut der Menschen gegen Vildštejn (im J.1579 und J.1596). Beim zweiten protestierten Aufstieg im Jh.1596 wurde Herr Kašpar Viršperk verhaftet und zuerst in Cheb (Eger) eingesperrt, später landete er im Weißen Turm auf der Prager Burg. Natürlich wurde er so zu einer Geldstrafe von 6000 Goldtaler gezwungen und sein Vermögen wurde konfisziert; verstarb im Jh. 1607.

Vildštejn wurde im Jh. 1596 von den Trautenberk´s gekauft. Die hatten wiederum so ihre Probleme mit den Untertanen gehabt, denen sie wohl überschwängliche Arbeit verordneten, und auch mit der Stadt Cheb(Eger) wegen des unerlaubten Brauern von Bier. Die Burg hat nach dem erbauen des Schlosses an seiner Funktion als adeliges Wohnobjekt ausgedient, dann ab J.1843 wurde dies für Mälzerei und Brauerei genutzt. Die Trautenberk´s bauten im J. 1783 in Dolní Vildštejn (Nieder Wildstein), in der Nähe von der alten und sehr runtergekommenen/ruinierten Burg, ein zweiflügeliges einstöckiges barock-klassizistisches Schloss. Nur bis 1799 J. bewohnten dieTrautenberk´s ihren Sitz. Nachher gab es eine Reihe von neuen Besitzern, die es immer wieder weiterverkauften. Etwa ab Hälfte des 19.Jh. diente das Schloss den Stadtbewohnern als Wohngebäude und wurde als Wirtschaft gerne genutzt. Ein Fabrikant namens Geißel aus Städtchen Plesná kaufte die Burg am Ende des ersten Weltkrieges.

Im Jahre 1945 konfiszierte dies der Staat. Jedoch mit der weiter laufenden Zeit wurde das Schloss und auch die Burg zur Ruine, und aufgrund des schlechten Zustandes wurde der Zugang verboten. In den 80. Jahren fand Herr Zdenìk Buchtele die Ruinen der Burg, stellte eine Gruppe von begeisterten Menschen zusammen. Mit der staatlichen finanziellen Unterstützung gelingt es ihm den Verfall zu stoppen.

Im Jahre 1999 kaufte das Burgareal und das Schloss ein Unternehmer namens Miroslav Pumr. Nach nur zwei Jahren in der langen Burghistorie, wurde sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für diese Tat wurde Herr Miroslav Pumr zu einem adeligen Ritterstand ernannt und zwar mit Anrede Ritter Miroslav Pumr von Wildstein. Skalná ist nun eine erhaltene romanische Festung, welche ein Anziehungspunkt in der Umgebung von Cheb (Eger´s) darstellt. Die Burg Vildštejn, wie alle romanische Festungen in diesem Gebiet stehen in Verbindung mit den Staufberger Architektur.

© Hrad Vildštejn 2010